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Dass mit der Ukraine-Krise Russland wieder zum Gegner wurde, sei eine Rückkehr zur Normalität. Seit der Reichsgründung unter Iwan III. um 1480 kollidieren deutsche mit russischen Interessen. Waren es einst die Ordenssritter, folgt ab 1941 der NS-Staat der Maxime, nur ein kolonisiertes ist ein brauchbares Russland. Hannes Hofbauer zeigt die Kontinuität eines Feindbildes, auf dessen Wirkung Verlass ist.

Lutz Herden, Freitag, 02.06.2016

Nicht missionarisch eifernd und fern vom schillernden Boulevard, dafür mit soliden Fakten und polemischer Schärfe ergründet Hannes Hofbauer das »Feindbild Russland« in seinen Ursprüngen, Zielsetzungen und Anwendungen. Sein Titelbild ziert ein Bär, sein Thema ist die »russophobe Grundstimmung« im Westen. Den geopolitischen Konflikt sieht er auf dem Hintergrund wirtschaftlicher Interessen im Zusammenhang mit der Schaffung eines Feindbildes.

Klaus Herrmann, Neues Deutschland, 10.06.2016

Das Anti-Russland-Bashing hat mit der Einschätzung Diktatur oder Demokratie nichts zu tun. Wenn dem so wäre, dann müsste gegen viele Staaten und ihre Staatschefs, mit denen die USA und die EU bestens kooperieren, Hetze in unseren Medien betrieben werden.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=32240

Jens Wernicke, Nachdenkseiten, 18.03.2016

Die Stärke des Buches liegt darin, eine Gegendarstellung zum beliebten Reduktionismus auf die Person Wladimir Putins zu liefern. Das „System-Putin“ wird in der EU und den USA sowohl für die Entstehung autoritärer Herrschaft als auch eine zunehmend aggressive Außenpolitik Russlands verantwortlich gemacht. Indem Hofbauer auf die umfassenden Krisenprozesse seit der Auflösung der Sowjetunion und der Einführung des Kapitalismus (Transformationsprozess) in Russland hinweist, zeichnet er den komplexen Verlauf der gesellschaftlichen

Entwicklung des Landes nach. Die Konstruktion des russischen Feindbildes erklärt sich weniger aus den realen gesellschaftlichen Verhältnisse des Landes (autoritär oder demokratisch), sondern in der Konjunktur geopolitischer Konfrontationen in Osteuropa und dem post-sowjetischen Raum. Dadurch schärft Hofbauer das Verständnis für etablierte Feindbilder und zeigt ihre Aktualität am Beispiel der Entwicklung in der Ukraine anschaulich auf.

Felix Jaitner, Österreichische Zeitschrift für Politiwissenschaften, Dezember 2017

In Prag wechselt der ukrainischer Botschafter. Als eine der ersten Übungen fordert er, nach wirkungs­vollen Maßnahmen zu suchen, der russischen Propa­ganda entgegenzuwirken, und vergleicht deren Aus­wir­kungen mit dem Einsatz von Massenvernichtungs­waffen. „Feindschaft erzeugt Feindbilder“, stellt Hannes Hof­bauer in seinem exzellent recherchierten Buch „Feind­bild Rußland. Geschichte einer Dämonisierung“ fest.

http://www.rotfuchs.net/rotfuchs-lesen/feindbild-russland.html

Bernd Gutte, Rotfuchs, August 2017

Hannes Hofbauer hat einen Satz formuliert, der dem Leser in seiner schlichten Klarheit den Zusammenhang zwischen politischer Lage und Russophobie verständlich macht: «Feindschaft erzeugt Feindbilder» (S. 13). Dies bezieht er nicht nur auf die aktuelle Situation, vielmehr geht sein Blick zurück in das 15. Jahrhundert, wo er die Quelle des «Russland und die Russen diffamierenden Bildes» verortet, das Bild des «asiatischen und barbarischen» Russlands, das seither in vielerlei Varianten als ein stets wiederkehrendes Stereotyp von Feindbild-Erzeugern benutzt wird.

http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-1-3-januar-2017/feindbild-russland-geschichte-einer-daemonisierung.html

Jochen Scholz, Zeit-Fragen, 03.01.2017

Diese Betrachtungen sind nicht nur durch die zahlreichen recherchierten Fakten und Aussagen damaliger Handlungsträger beeindruckend, sondern vor allem auch durch die angeführten Belege. Vielfach sind diese heute noch durch die ausführlichen Quellenangaben Hofbauers im Internet auffindbar, so dass die Leserinnen und Leser die jeweiligenWertungen und Schlussfolgerungen nachvollziehen beziehungsweise nachprüfen können.

Viola Schubert-Lehnhardt, Das Blättchen, 02.01.2017

Hofbauer gräbt in seiner Analyse seht tief und zeigt in sehr kenntnisreicher Weise historische Bezugspunkte und Querverbindungen auf. Er geht weit über die in den Medien präsenten tagespolitischen Ereignisse hinaus und lässt auch die zweifelhafte Rolle sogenannter NGOs und Protagonisten von ‚Farbrevolutionen‘ nicht unerwähnt (…) ‚Feindbild Russland‘ ist jedenfalls allen an den geschichtlichen Wurzeln derzeitiger Konflikte in Osteuropa Interessierten uneingeschränkt zu empfehlen.

Christian Rogler, eigentümlich frei Nr. 167, 20.10.2016

Die einseitige Berichterstattung der westlichen Medien über Russland und die Ukraine zur Zeit ist aber kein neues Phänomen, sondern hat eine lange Tradition, wie der Autor in diesem Buch nachweist.

Rupertusblatt, 18.09.2016

Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit der Zeit nach 1945 und gerät mehr und mehr zu einer Dokumentation der Auseinandersetzung USA – Russland. Überzeugend wird nachgewiesen, wie sich dabei die EU, Deutschland, Frankreich u.a. Länder von den USA benutzen lassen, um Russland und damit den eigenen Interessen möglichst stark zu schaden (z.B. Ukraine).

Klaus Baumgart, ekz-Bibliotheksdienst, 29.08.2016

Nach dieser Lektüre kommt jedem wachen Leser das penetrante Russland-Bashing im Leitmediendiskurs der Gegenwart, gegen das zum Glück die Bevölkerung mehrheitlich wütend und ausdauernd protestiert, noch einmal doppelt so geschichtsvergessen und unbegreiflich vor. Warum sich so flächendeckend deutsche Journalisten gegen die Erkenntnis weigern, dass wer aus der Geschichte nichts lernt, gezwungen ist, sie zu wiederholen, während das Gros der Bevölkerung das klar erkannt hat und sich deutlich dagegen positioniert, bleibt mir komplett unverständlich. Die Verlockung auf eine Karriere im politisch-medialen Mainstream kann doch selbst in Zeiten ökonomischer Unsicherheit nicht derart verlockend sein, dass es sich lohnte, einen für ganz Europa möglicherweise vernichtenden Krieg herbeizuschreiben – wovor vor ihrem Tod gestandene Politiker wie Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher und Egon Bahr eindringlich warnten.Es bleibt zu hoffen, dass Bücher wie die von Hofbauer dazu beitragen, dass die Bevölkerung langfristig gegenüber den verhetzenden Stimmen in den Medien einen sachlichen und differenzierten Umgang mit Russland erzwingen kann, der erst die Grundvoraussetzung einer ernsthaften partnerschaftlichen Kooperation wäre.http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/feindbild-russland-geschichte-einer-daemonisierung-hannes-hofbauer

Anja Böttcher, www.kritisches-netzwerk.de, 20.07.2016

Hannes Hofbauer, Historiker, Buchautor und Verleger aus Österreich, hat Anfang 2016 ein neues Buch veröffentlicht: «Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung» (ISBN 978-3-85371-401-0). In diesem Buch finden sich sehr viele sorgfältig recherchierte Hinweise auf die Fakten und den meinungsmachenden Umgang des Westens mit Russland. Das Buch geht auch auf die vergangenen 3 Jahre in der Ukraine ein und legt dar, warum die gängigen Behauptungen westlicher Offizieller (russische «Annexion» der Krim und russische Kriegstreiberei im Osten des Landes), so wie sie auch der Nato-Generalsekretär erneut in Brüssel vorgetragen hat, so nicht den Tatsachen entsprechen und vor allem eines sind: die Wirklichkeit verzerrende Formeln, die dem Feindbild dienen sollen. (…) Hannes Hofbauer weist nach, dass die Geschichte des «Feinbildes Russland» nicht erst 1991 begonnen hat, sondern weit, sehr weit zurückreicht. Sicher für die Zukunft ist, dass die Spannungen zunehmen werden, wenn die Verantwortlichen in Nato (und EU) so weitermachen wie in den vergangenen 25 Jahren.

Karl-Jürgen Müller, www.kenfm.de, 20.07.2016

Angesichts der sich in den letzten Jahren ständig verschlechternden Beziehungen des Westens zu Russland ist die breit angelegte Argumentation des österreichischen Historikers und Osteuropaspezialisten Hannes Hofbauer für das Verständnis der Situation und die Zwänge etablierter und verfestigter Feindbilder hilfreich. Hofbauer schlägt einen Bogen vom 15. Jahrhundert, als erstmals russische Staatlichkeit auch unmittelbar westliche Interessen berührte, über Kriege des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts zur Gegenwart.

Stefan Bollinger, Das Blättchen, 11.07.2016

Vor den Augen des Lesers entflechtet Hofbauer die Entwicklungslinien des russophoben Feindbilds und der interessenbedingten Rivalitäten. Dass er von links her argumentiert, Ökonomie und Klassendialektik ins Zentrum stellt, tut der Analyse keinen Abbruch. Im Gegenteil. Seine Kritik der weltweiten US-Missionsarbeit, des Exports westlicher Demokratie und Menschenrechte, fußt nicht auf antiamerikanischen Ressentiments, sondern auf einer fundierten Kritik des Banken- und Konzernkapitalismus. Kurzum, man muss kein Marxist sein, um seine Gedanken als bereichernd zu empfinden.

http://drwn.de/de/angstbild-russland/

Deutsch-russische Wirtschaftsnachrichten, 29.06.2016

Hofbauer legt dem Leser eine fundierte Untersuchung der historischen Wurzeln der Dauerrivalität Moskaus mit Berlin, Wien, Paris, London und Washington vor. Dies ermöglicht es ihm, die geschichtliche Kontinuität der heutigen Konfrontation nachzuzeichnen. Der Autor wertet nicht nur Dokumente, Bücher und Artikel aus, sondern zitiert auch aus den zahlreichen Gesprächen, die er über die Jahre bei seinen häufigen Besuchen in Osteuropa und Rußland mit Politikern, Publizisten und Aktivisten geführt hat. Besonders überzeugend ist seine Erklärung für die Entfremdung, die zwischen dem Westen und Rußland ab Ende der neunziger Jahre eingetreten ist. Ähnlich anderen Kennern der Materie wie George Kennan, dem Architekten der Containment-Strategie Washingtons im Kalten Krieg, oder Stephen F. Cohen, dem derzeit führenden Rußland-Experten der USA, führt Hofbauer die steigenden Spannungen im Raum zwischen Baltikum und Schwarzem Meer auf das unaufhaltsame Vordringen der NATO nach Osten, ganz als habe Rußland keinerlei Sicherheitsinteressen, die berücksichtigt werden müssen, zurück.

Schattenblick, 28.06.2016

Ob für die Geschichte mit der Krim, dem Minsker Abkommen, den Sanktionen gegen Russland, die Eurasische Union, die Dämonisierung von Putin  –  jeder, der Zusammenhänge verstehen will und Fakten braucht, für den soll das Buch „Feindbild Russland“ ein Nachschlagewerk sein. Der Ausblick des Wiener Historikers ist alles andere als optimistisch. Er zitiert eine Moskauer Soziologin, die die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen so zusammenfasste: „In der Ära Gorbatschow-Jelzin lautete die Devise im Westen, sich mit Russland zu engagieren; während der ersten Putin-Jahre bis 2008 hieß es, sich mit Russland zu arrangieren; und seit 2008 sich gegen Russland zu engagieren“. Die negative Einstellung zu Russland ist im Westen tief verwurzelt und hat geopolitische Gründe, ist Hofbauer überzeugt. Nach der Lektüre des umfassenden fundierten Werkes ist das auch jedem seiner Leser klar.

Daria Boll-Palievskaya, www.russland.news, 21.06.2016

Die Konstruktion des Feindbildes Russland war jedoch keineswegs ein neues Phänomen, das in Zeiten der Ukraine-Krise und dem damit verbunden geopolitischen Konflikt zwischen Russland und dem Westen entstanden war. Dies zu zeigen, ist das Anliegen des Buches „Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“ des Journalisten und Historikers Hannes Hofbauer, das vor kurzem im Wiener Promedia Verlag erschienen ist. Der Autor verfolgt das Phänomen europäischer Russophobie und strategischer Abwertung Russlands bis ins 15. Jahrhundert (als das Moskowiter Großreich entstand) zurück und zeigt Kontinuitäten und Brüche der westlich-russischen Beziehungen auf. Hofbauer stützt sich dabei v.a. auf eine große Bandbreite von Sekundärliteratur sowie auf diverse Interviews mit Expert_innen in Russland.

Mirko Petersen, IMI-Standpunkt Nr. 19/2016, 09.05.2016

Der Autor aus Wien ging auch noch auf die historische Entwicklung des Russlandbildes ein, bevor er mit dem Publikum diskutierte. Dabei meinte er u.a. auf die Frage nach der angeblichen Moskauer Unterstützung für rechte Kräfte in der EU, dass das eine Antwort auf die westliche Einmischung via NGO und Unterstützung oppositioneller Kräfte sei. Während Letzteres belegt ist, blieb leider auch der Buchautor Belege dafür schuldig, dass Moskau westliche Einmischung kopiert und umkehrt. Dafür setzt sich diese Behauptung selbst in linken Medien fort und zeigt, dass das Feindbild Russland nicht nur ein Sache rechter politischer Kräfte ist. Hofbauer erinnerte daran, dass auch in der deutschen Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert sich die Kritik am Zarismus mit antirussischen Zerrbildern mischte. Das setzt sich fort: Heute gilt Putin für viele, die sich hierzulande für links halten, nicht minder als das personifizierte Böse und Übel nicht nur Russlands. Sie würden die Behauptung von Madeleine Albright wahrscheinlich unwidersprochen unterschreiben. Dazu trägt Hofbauers Buch nicht bei, stattdessen klärt er auf, aus welchen politischen, wirtschaftlichen und geostrategischen Gründen das alte Feindbild neu aufgelegt wurde und weiter gepflegt wird.

https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/der-wirklich-boese-mensch-kommt-aus-moskau

Hans Springstein, freitag.de, 04.05.2016

Mit der Schilderung der russischen Sicht auf die heutige Welt leistet Hofbauer sicher einen wichtigen Beitrag zur Vervollständigung des Bildes und regt sicherlich manchen Zeitgenossen an, angebliche Wahrheiten der beiden Kontrahenten kritisch zu hinterfragen. (…) Wer also an der Sicht der anderen Seite zur gegenwärtigen Situation und den Spannungen zwischen Ost und West interessiert ist, sollte Hofbauers Buch unbedingt lesen. Er hat dann die Möglichkeit, sich aus Darstellung und Gegendarstellung sein eigenes Bild zu machen. Der kritische Leser und Fernsehzuschauer sollte das sowieso immer tun.

http://ifb.bsz-bw.de/bsz462690393rez-1.pdf?id=7758

Klaus Steinke, Informationmittel IFB (Digitales Rezensionsorgan), 25.04.2016

Vor allem Hofbauers Beschreibung der Jahre Boris Jelzins weist auf die krassen Gegensätze zwischen den Gesellschaften. Jelzin habe Russland für das internationale Kapital geöffnet, geradezu rasant habe sich Armut unter den einfachen Leuten ausgebreitet, und erst unter Wladimir Putin habe der Staat seine Macht konsolidieren können, steigende Ölpreise sicherten einen ökonomischen Aufstieg, den Worten der Chefökonomin der Weltbank zufolge erlebte Russland »eine beispiellose Reduktion der Armut«.

http://titel-kulturmagazin.net/2016/04/22/feindbild-russland-geschichte-einer-daemonisierung/#more-18299

Wolf Senff, titel-kulturmagazin.net, 23.04.2016

Wenn das alles nicht so gefährlich wäre, könnte man darüber lachen. Das ist schon eine merkwürdige Art der ‚Geopolitik‘. Aber sie blickt, schlimm genug, auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. In seinem neuen Buch Feindbild Russland: Geschichte einer Dämonisierung lässt der Wiener Historiker Hannes Hofbauer sie kenntnisreich, präzise und scharfzüngig Revue passieren.

http://augenaufunddurch.net/2016/04/02/wenn-der-iwan-kommt/

Uwe Teusch, augenaufunddurch.net, 02.04.2016

Als Leser erfährt man einiges über die historischen Zusammenhänge, angefangen von der russischen Reichsbildung bis zur heutigen Gegenwart, der Anti-Putin Propaganda. (…) Der Autor spannt den Bogen bis ins 15. Jahrhundert zurück.  Das Buch ist nicht nur sehr aufschlussreich, sondern auch mit Quellen ausführlich belegt, werde ich sicher auch nach abgeschlossener Lektüre immer wieder mal nachschlagen.

http://opposition24.com/feindbild-russland-eine-leseempfehlung/285683

Opposition24, 18.03.2016

Asiatisch, ungläubig, schmutzig und kriecherisch – das alte Feindbild des ‚bösen Russen‘ wird heute in den Medien zunehmend wiederbelebt. Der österreichische Wirtschafts- und Sozialhistoriker Hannes Hofbauer verfolgt das Phänomen der Russophobie in seinem neuen Buch „Feindbild Russland: Geschichte einer Dämonisierung“.

Baltische Rundschau, 03.03.2016

(…) dass die offizielle Darstellung des Ukrainekonflikts in den deutschen Massenmedien sehr oft falsch ist, das kann Hofbauer immer wieder nachweisen. Ebenso weist er nach, dass immer wieder zielgerichtet Propagandaoffensiven gegen Russland gefahren werden („Pussy Riot“, „Nachtwölfe“ u.a.), die es eigentlich von der Substanz her gar nicht wert sind, Grund für ernsthaften Streit mit Russland abzugeben. (…) Man muss mit dem Verfasser jenes polemisch gehaltenen Buches keineswegs immer konform gehen. Doch dass Russland in den letzten 15 Jahren oft zu Unrecht in westlichen Medien als finstere barbarische Macht dargestellt wurde und man die von Russland freundschaftlich ausgestreckte Hand missachtet hat, daran lassen die Fakten des Buches kaum einen Zeifel entstehen.

Jürgen W. Schmidt, Das Historisch-Politische Buch, 64. Jg., Nr. 5/ 2016

In diesem Klima von Hetze und Verdummung wirkt Hofbauers Buch wohltuend, auch gelegentliche Spitzen sind durchaus berechtigt.

Jens Renner, Analyse und Kritik Nr. 620

Hofbauer beschäftigt sich vor allem mit der Russophobie und ihren Auswirkungen nach dem Ende der Sowjetunion. (…) Mit großer Detailkenntnis benennt Hofbauer die agierenden Institutionen, die in diese Strategie eingebunden sind. Ausführlich beschreibt er die Interessen und Auswirkungen auch des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Sanktionsregimes der EU gegen Russland im Gefolge der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation.

Ulrich Schneider, Marxist. Blätter 3/2016

Dem Wirtschafts- und Sozialgeschichtler und Publizisten & Verleger Hannes Hofbauer gelingt es auf vorzügliche Weise in seinem hochaktuellen Diskursbuch „Feindbild Russland“ die rund 200 Jahre dauernde westlich dargestellte Russophobie mit ihrer Dämonisierung schlüssig nachzuweisen.

http://www.kultur-punkt.ch/diskurs-aktuell/feindbild-russland.html

Kultur-Punkt
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