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Die Untersuchung widmet sich in erster Linie dem Verhalten höherer Befehlshaber, insbesondere der Generalität, in Konfrontation mit Kriegsverbrechen an verschiedenen Schauplätzen der postjugoslawischen Kämpfe. (…) Im Kontext der behandelten Verbrechenskomplexe und ihrer juristischen Aufarbeitung macht der Verfasser auf behauptete Mängel aufmerksam, die sowohl die Institution des ICTY an sich als auch dessen konkrete Rechtsanwendung betreffen. Seine Ausführungen legen berechtigte Zweifel an der Unvoreingenommenheit des ICTY und seiner Rechtsprechung nahe. Der finanziellen Abhängigkeit des Tribunals überwiegend von NATO-Staaten sei es geschuldet, dass nur Personen jugoslawischer Nationalität, aber niemals Vertreter der Kriegspartei NATO angeklagt worden seien. (…) Dem Plädoyer für die konkrete Ermittlung und Feststellung persönlicher Schuld kann der Rezensent aus grundsätzlichen Erwägungen beitreten, wohingegen ihn – ohne dass der Begriff der Siegerjustiz irgendwo genannt würde – manche der gegen die Arbeit des ICTY vorgebrachten Argumente an die fundamentalen Vorwürfe erinnern, die einst von Kritikern gegen das Nürnberger Internationale Militärtribunal (IMT) ins Treffen geführt worden sind (Zweifel an der Unparteilichkeit der Richter, alliierte Verbrechen bleiben außen vor, Konstituierung von Kollektivschuld mittels der Etablierung von Organisationsverbrechen usw.).

www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-09-2019/ZgonjaninAndrej_DerUmgangmitKriegsverbrechen.htm

www.koeblergerhard.de, 11.03.2019

Der Historiker Andrej Zgonjanin wirft dem UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien Voreingenommenheit vor. Nicht nur deshalb ist sein Buch über den Kosovo-Krieg lesenswert.

https://einspruch.faz.net/einspruch-magazin/2019-02-06/f7af78c9af933ba904c8892c5bee55e2/?GEPC=s5

Peter Beck, FAZ-Einspruch, 06.02.2019

Das Buch ist – ohne Frage – keine leichte Kost. Das gilt nicht nur für den Gegenstand der Untersuchung, sondern auch für die Darbietung der Informationen. Wer aber Interesse für die jüngere Geschichte zeigt, wird in dem Buch viele wertvolle Informationen finden.

www.kultur-cottbus.de, November 2018

Andrej Zgonjanin (…) hat nun den frühen Versuch einer zeitsgeschichtlichen Bewertung des Haager Gerichts vorgelegt: Wie fundiert waren dessen Urteile, wie gut Richter udn Ankläger mit der Materie vertraut? Zgonjanin analysiert dazu minutiös einige besonders wichtige Entscheidungen des Tribunals und geht auf historische und militärische Hintergründe der jugoslawischen Zerfallskriege ein. (…) Zgonjanin, der mit einigen seiner Thesen auf Widerspruch stoßen dürfte, hat einen interessanten Anfang gemacht.

Michael Martens, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 00.00.0000
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Der Umgang mit Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien 1991–1999

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